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Diese Website wird nicht mehr weiter entwickelt: museumdat wurde abgelöst von LIDO: Lightweight Information Describing Objects (LIDO)


museumdat.org

  Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Allgemeine Fragen zum Einsatz von museumdat

   Wozu brauche ich museumdat?

   Was muss ich tun, um museumdat einzusetzen?

   Kann ich museumdat mit meiner Software einsetzen?

   Sind mit dem Einsatz von museumdat Kosten verbunden?

   Was bedeutet Mapping?

   Muss ich alle meine Daten in das museumdat-Format übertragen?

   Wie muss ich meine Objektdaten für museumdat aufbereiten?

   Wo kommen Daten hinein, für die ich kein passendes Element finde?

Konkrete Fragen zur Anwendung von museumdat

   Warum gibt es manchmal zwei Felder: ein Anzeige- und ein Index-Element?

   Gibt es Pflichtangaben? Welche?

   Was ist der Unterschied zwischen Objekttyp und Klassifikation?

   Wo kommen Angaben zu Personen, Orten, Datierungen, Ereignissen hin?

   Wo kann ich eine URL zu meinem Museum / zum Standort angeben?

Expertenfragen zum Einsatz von museumdat

   Wie kann ich meinen museumdat-Export auf Richtigkeit überprüfen?

   In meiner Dokumentation ist die Beziehung zwischen Objekten genau umgekehrt definiert als in museumdat - muss ich für einen museumdat-Export meine ganze Dokumentation umarbeiten?

   Wie entscheide ich, ob z.B. ein historisches Foto ein Bezugsobjekt oder eine Reproduktion eines Objekts ist?

  Allgemeine Fragen zum Einsatz von museumdat

Wozu brauche ich museumdat?

Um Ihre Daten unabhängig von Ihrer Inventarisierungssoftware gemeinsam mit denen anderer Einrichtungen im Internet veröffentlichen zu können. So könnten Sie Ihre Daten in einem Portal wie z.B. dem BAM-Portal, DigiCult SH, dem Bildindex der Kunst und Architektur oder in Zukunft auch der Deutschen Digitalen Bibliothek bzw. Europeana publizieren.
Mit der Verwendung von museumdat stellen Sie Ihre Daten in einem vereinheitlichten Format bereit. Die Interoperabilität von Datenbeständen verschiedener Provenienz in einem Webportal wird so gewährleistet, eine gesonderte und wiederholte Anpassung Ihrer Daten ist nicht mehr notwendig.
museumdat wurde für die Erfordernisse von Sammlungen mit kunst- und kulturgeschichtlicher, aber auch technikgeschichtlicher und naturhistorischer Ausrichtung entwickelt. Es trägt den fachspezifischen Anforderungen der Datenmodellierung Rechnung und gestattet differenzierte Such- und Navigationsmöglichkeiten in den Daten.

Was muss ich tun, um museumdat einzusetzen?

  1. Sie treffen eine Auswahl Ihrer Sammlungsobjekte oder Sie entscheiden, zu allen Ihren Objekten Informationen zu veröffentlichen.
  2. Sie entscheiden, welche Informationen zu Ihren Objekten Sie veröffentlichen wollen.
  3. Sie überprüfen, ob Ihre Software einen Datenexport nach museumdat anbietet – im Zweifel fragen Sie Ihren Software-Anbieter. Gegebenenfalls benötigen Sie weitere datentechnische Unterstützung (siehe auch unter Mapping)
  4. Die inhaltliche Zuordnung der ausgewählten Datenfelder aus Ihrem Datenbanksystem zu geeigneten museumdat-Feldern muss von MitarbeiterInnen aus Ihrem Hause gemacht werden, die für die Sammlungsdokumentation verantwortlich sind.
    Möglicherweise sieht die Zuordnung für verschiedene Sammlungsbereiche unterschiedlich aus. Auch werden dabei manchmal einzelne Datenfelder auf mehrere museumdat-Zielfelder abgebildet.

Kann ich museumdat mit meiner Software einsetzen?

Fragen Sie Ihren Software-Anbieter! Wir empfehlen Ihnen dringend, sich den Export anhand von Testdaten aus unterschiedlichen Sammlungsbereichen Ihres Hauses vorführen zu lassen und zu überprüfen, ob die Darstellung der von Ihnen ausgewählten Daten im Zielformat Ihrer Erwartung entsprechen.

Sind mit dem Einsatz von museumdat Kosten verbunden?

Die Nutzung von museumdat ist lizenzfrei und kostet keine Gebühr. Einmaliger Aufwand entsteht für die Zuordnung Ihrer Datenfelder zu museumdat (Mapping) und evtl. für die Anpassung Ihrer Software.

Was bedeutet Mapping?

Mapping ist der Fachbegriff für die Zuordnung der Datenfelder eines Formats zu einem anderen Format.

Muss ich alle meine Daten in das museumdat-Format übertragen?

Nein – Sie entscheiden selbst, welche Ihrer Daten Sie publizieren wollen. Sie treffen erst eine Auswahl Ihrer Objekte und entscheiden dann, welche Informationen zu diesen Objekten Sie veröffentlichen möchten.

Wie muss ich meine Objektdaten für museumdat aufbereiten?

Im Normalfall gar nicht. Wie bei jeder Veröffentlichung, können sich gegebenfalls inhaltliche und formale Anpassungen der Daten als wünschenswert erweisen. Solche Anpassungen erfordern jedoch Arbeitsaufwand - Sie entscheiden, inwieweit Sie diese durchführen wollen.

Wo kommen Daten hinein, für die ich kein passendes Element finde?

Diese Daten werden nicht übernommen - es handelt sich um ein Publikationsformat und kein vollständiges Erfassungsformat.

  Konkrete Fragen zur Anwendung von museumdat

Warum gibt es manchmal zwei Felder: ein Anzeige- und ein Index-Element?

Das Index-Element dient der Suche, das Anzeige-Element der ansprechenden Ausgabe der Inhalte, um die Lesbarkeit zu erhöhen. Eine Künstler-Angabe könnte z.B. folgendermaßen aussehen:
Namensansetzung im Index-Element: Tischbein, Johann Friedrich August
Namensansetzung im Anzeige-Element: Johann Friedrich August Tischbein (1750-1812)
Anmerkung: Die Lebensdaten im Anzeige-Element werden aus einer Künstlerdatei oder einem weiteren Datenfeld übernommen.

Gibt es Pflichtangaben? Welche?

Ja, es gibt Pflichtangaben, aber nur sehr wenige:

  • Objekttyp: z.B. Gemälde oder Geschirr oder Kraftfahrzeug
  • Titel / Objektbezeichnung /Objektname: z.B. Mona Lisa oder Kaffeetasse oder VW-Käfer
  • Datensatz-ID (automatisch vergebene Systemnummer, nicht Inventarnummer!): z.B. 97001270
  • Datensatz-Type: z.B. Einzelobjekt, Serie
  • Datensatzquelle: z.B. Deutsches Historisches Museum

Sie müssen sicherstellen, dass zu jedem Datensatz, den Sie publizieren möchten, diese Elemente vorhanden sind – oder Sie müssen sie ergänzen.

Was ist der Unterschied zwischen Objekttyp und Klassifikation?

Der Objekttyp ist eine möglichst konkrete Bezeichnung für die Art des Objekts, i.d.R. die Objektbezeichnung, die Klassifikation ist eine Einordnung des Objekts in einen größeren Kontext (siehe die aktuelle Spezifikation museumdat-v1.0.pdf).

Die Elemente sind in einem Mapping nicht immer klar voneinander abzugrenzen, im Zweifelsfall belegen Sie nur den Objekttyp als Pflichtfeld.

Wo kommen Angaben zu Personen, Orten, Datierungen, Ereignissen hin?

museumdat als CRM (Conceptual Reference Model) -basiertes Format fasst die Angaben zu Akteuren, Datierung und Orten, die in Beziehung zu dem Objekt stehen, in Ereignis-Sets zusammen, da diese Beziehungen über Ereignisse, wie z.B. Herstellung, Fund, Gebrauch vermittelt sind.

Das Ereignis-Set enthält die wichtigsten Suchkategorien, daher wird dringend empfohlen es auszufüllen. Sollte die Zusammengehörigkeit von Akteuren, Datierung und Orten nicht eindeutig aus Ihren Daten abzuleiten sein, legen Sie die indexingEventSets mehrfach an, ggf. auch mit dem selben eventType.

Wo kann ich eine URL zu meinem Museum / zum Standort angeben?

Bislang gibt es dafür leider kein Element, die Angaben zur datenliefernden Institution sind noch zu präzisieren.

Als Zwischenlösung kann die URL als Wiederholfeld in dem Element recordSource angegeben werden.

Beispiel:

<recordwrap>

<recordid>97001270</recordid>

<recordsource>Deutsches Historisches Museum</recordsource>

<recordsource>http://www.dhm.de</recordsource>

</recordwrap>

  Expertenfragen zum Einsatz von museumdat

Wie kann ich meinen museumdat-Export auf Richtigkeit überprüfen?

Wichtig ist zunächst, dass die XML-Daten gegen das museumdat-Schema validiert sind. Eine entsprechende Validierung bieten die diversen XML-Tools an, ein frei verfügbares Validerungstool mit gut verständlicher Fehleranalyse findet sich unter http://www.validome.org/xml/.

Entsprechen die Daten korrekt dem museumdat-Schema, können sie rein technisch weiter verarbeitet werden und es bleibt die Frage, ob sie inhaltlich richtig umgesetzt sind - das kann letzten Endes nur mit der datenliefernden Institution gemeinsam bewertet werden. Die AG Datenaustausch hat natürlich einige Erfahrung damit und gibt gerne Rückmeldungen zu Testdaten.

In meiner Dokumentation ist die Beziehung zwischen Objekten genau umgekehrt definiert als in museumdat - muss ich für einen museumdat-Export meine ganze Dokumentation umarbeiten?

Die Frage bezieht sich auf das museumdat-Element (Abschnitt V.2.1.2. Bezugsobjekt: Art der Verwandtschaft in der Dokumentation): Hier wird spezifiziert, dass die Beziehung in Richtung von dem dokumentierten Objekt zu dem verwandten Objekt angegeben wird.

Die Antwort lautet nein: Beim Export der Daten aus Ihrem Dokumentationssystem müsste nur eine Konkordanz vorliegen, die die in Ihrem System verwendeten Einträge auf Werte, die der museumdat-Spezifikation entsprechen, abbilden - das Exporttool könnte diese Liste auswerten und entsprechend umsetzen.

Bei der Erarbeitung einer solchen Konkordanz wird man gelegentlich auf mehrdeutige Einträge in der eigenen Dokumentation stoßen, für die man dann eine allgemeingültige Umsetzung finden muss - im Zweifelsfall kann der Standardwert "verwandt mit" übernommen werden.

Eine empfohlene Werteliste für das Element wird sukzessive von den museumdat-Nutzern erarbeitet und auf dieser Webseite verfügbar gemacht.

Wie entscheide ich, ob z.B. ein historisches Foto ein Bezugsobjekt oder eine Reproduktion eines Objekts ist?

Entscheidend ist, ob das Foto in Ihrem Dokumentationssystem eigenständig, d.h. in einem eigenen Objektdatensatz dokumentiert ist - dann ist es als (V.2.1. Bezugsobjekt (Set)) zu übernehmen. Ist es dagegen als Belegdokument zu einem Objekt, i.d.R. im Medien-Modul ihres Systems, nachgewiesen, wird das Foto in museumdat im (VI.3.1. Reproduktion (Set)) mit einer URL oder einem Identifikator nachgewiesen.